„Optimaler Einsatz von heimischen Energie- und Eiweißquellen in der Landwirtschaft“.
Am Dienstag, dem 2. Dezember und Mittwoch, dem 10. Dezember fand die Weiterbildung zum Thema „Optimaler Einsatz von heimischen Energie- und Eiweißquellen in der Landwirtschaft“ bei der BAKO in Hosingen statt. Beide Veranstaltungen stießen auf großes Interesse, da Landwirtinnen und Landwirte zunehmend vor der Herausforderung stehen, ihre Betriebe autark zu gestalten, um unabhängiger von den globalen Märkten zu sein.
Über 130 Personen nahmen an den Fachtagungen teil. Als Referent fungierte jeweils Herr Günter Mertes, Geschäftsführer der BAKO. Er beleuchtete bei seinen Ausführungen sowohl agronomische als auch ökonomische Aspekte. Im Mittelpunkt standen insbesondere Strategien, wie heimische Rohstoffquellen gezielt besser genutzt werden können, um sowohl die Energie- als auch die Eiweißversorgung in der Tierfütterung nachhaltiger zu gestalten.
Wesentliche Themen waren:
- Die Trilogie für mehr Produktivität – den Wiederkäuer verstehen
- Wiederkäuergerechte Konservierung und Verarbeitung der Futtermittel
- Alternative, regionale Eiweiß- und Energiepflanzen – Vorteile, Wirtschaftlichkeit
- Anbauempfehlungen: Lupine, Ackerbohne, Erbse im Vergleich
- Fruchtfolgen, Bodenfruchtbarkeit, Humusaufbau und Stickstofffixierung
- Die Löslichkeit verschiedener Eiweißträger
- Vorteile für die Milchviehfütterung
- Risiken und Chancen von Mischkulturen
- Die 5 Säulen der erfolgreichen Fütterung - Praxisbeispiele
Austausch und Fazit
In den anschließenden Diskussionsrunden wurden u. a. die Themen Marktschwankungen, Risikomanagement im Pflanzenbau, aber auch die politischen Rahmenbedingungen wie Förderprogramme und Eiweißpflanzenstrategien angesprochen. Viele Teilnehmende zeigten sich überzeugt von der Bedeutung regionaler Wertschöpfungsketten und wünschten sich praxisnahe Beratung zur Umsetzung auf dem eigenen Betrieb.
Die Weiterbildungen zeigten deutlich, dass der Einsatz heimischer Energie- und Eiweißquellen ein wichtiger Baustein für eine zukunftsfähige, regionale und klimabewusste Landwirtschaft ist. Die Teilnehmenden nahmen zahlreiche Impulse für ihre betrieblichen Entscheidungen mit und äußerten großes Interesse an weiterführenden Angeboten, insbesondere zu Wirtschaftlichkeitsberechnungen und praktischen Anbauempfehlungen.